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Aufgaben der Stammzahlenregisterbehörde

Die Stammzahlenregisterbehörde führt die Stammzahlen und bereichspezifischen Personenkennzeichen sowie entsprechende Register zur eindeutigen Identifikation von Personen deren Vertretungsbefugnissen.

Im österreichischen E-Government erfolgt die eindeutige Identifikation von natürlichen Personen durch eine geheime Stammzahl, die nur auf der Bürgerkarte gespeichert werden darf und davon abgeleiteten bereichsspezifischen Personenkennzeichen. Bei allen anderen nicht natürlichen Personen wird die Firmenbuchnummer, Vereinsregisternummer oder die Ordnungsnummer des Ergänzungsregisters verwendet.

Die österreichische Datenschutzbehörde in ihrer Funktion als Stammzahlenregisterbehörde

  • erzeugt bereichsspezifische Personenkennzeichen (bPK),
  • führt Ergänzungsregister für Personen, die weder im zentralen Melderegister eingetragen sind noch  im Firmenbuch oder Vereinsregister einzutragen sind, damit für diese Ersatz-Stammzahlen gebildet werden können und
  • führt ein Vollmachtenregister, das in öffentlichen Registern vorhandene Vertretungsbefugnisse und zwischen einzelnen Bürgerkartenbenutzern erteilte Vollmachten enthält. Damit wird vertretungsweises Handeln mit der Bürgerkarte möglich.

Aufgaben der Stammzahlenregisterbehörde

  • Vergabe von Stammzahlen und bereichsspezifischen Personenkennzeichen (§ 10 Abs. 2 E-GovG),
  • Führung der Ergänzungsregister (§ 6 Abs. 4 E-GovG),
  • Ausstellung von Ersatz-Stammzahlen (§ 6 Abs. 5 E-GovG),
  • Festlegung und Publikation der mathematischen Verfahren zur Bildung der Stammzahlen, Ersatz-Stammzahlen und bPK (§ 6 Abs. 6 E-GovG und § 9 Abs. 3 E-GovG),
  • Eintragung von Vollmachtsverhältnissen auf die Bürgerkarte des Vertreters (§ 5 E-GovG).